Eindrücke der großen Demo für den Erhalt der Schönbergwiesen vom 6.4.2019

Drohende Bebauung der Schönbergwiesen
 

Die Streuobstwiesen an den Schönberghängen zeichnen sich sich durch  das Vorkommen seltener Vogel- und Amphibienarten, sowie allgemein durch eine große Artenvielfalt aus. Die Naturschutzbehörden haben die Schutzwürdigkeit seit langem anerkannt, indem sie am  Nordhang des Schönbergs ein FFH-Schutzgebiet nach den Vorgaben der EU,  und darin ein spezielles Vogelschutzgebiet eingerichtet haben. Zur  Erhaltung der schutzwürdigen Arten hat das Regierungspräsidium  Freiburg im letzten Jahr einen detaillierten Management-Plan in Kraft gesetzt. Entgegen diesen langfristig dem Gemeinwohl dienenden Naturschutz hat nun der Gemeinderat der Stadt Freiburg beschlossen einige Häuser in Einfachbauweise direkt an den Rand der Schutzgebiete zu bauen (FNP, ein Streifen am Zwiegeracker). Der Beschluss wurdeam 27. November 2018 vom Gemeinderat mit großer Mehrheit und ohne vorherige  Aussprache gefasst. Der schon durch die Besiedlung im Vauban-Gebiet erhöhte Druck auf  die Biotope würde durch die direkte Nachbarschaft einer dichten  Ansiedlung weiter wachsen. Dies steht in deutlichem Widerspruch zum vielbeschworenen Schutz der Artenvielfalt, als auch zum Selbstverständnis  unserer Stadt als "Green City".  Obwohl der betroffene südliche Rand des Zwiegerackerwegs im  Flächennutzungsplan 2020 als bebaubar ausgewiesen ist, wurde bisher  von einer Bebauung abgesehen, weil der geringe bauliche Nutzen der  kleinen Fläche den ökologischen Nachteil nicht rechtfertigte. In Zeiten knappen Baulandes wird das von der Verwaltung und dem Rat unserer Stadt jetzt anders bewertet. Wir sehen darin eine weitere  Gefährdung der von staatlicher Seite wiederholt bestätigten Naturschutz- ziele.  Als Naturschützer fühlen wir uns der Erhaltung der wertvollen Biotope verpflichtet und können diese Umwertung nicht nachvollziehen. Unabhängig vom genannten Bauvorhaben sollte wir uns noch effektiver für deren Erhaltung einsetzen. Wir würden uns freuen, wenn die bevorstehende Bebauung Viele veranlassen  würde sich für eine möglichst natürliche Umgebung zu engagieren.  Das Formular des Aufnahmeantrages unseres Vereins findet sich unter  "Kontakt" auf  dieser Homepage. 
 

Kontakt:

T: 0049-761-4763044

E: streu-obst@web.de